Zunehmend schwerer zu entlarvende Plagiate aus fernöstilichen und osteuropäischen Ländern überschwemmen den Markt. Auch für Experten wird es immer schwieriger, an Hand der bekannten Echtheitsmerkmale renomierter Marken oder antiquarer Gegenstände, den stetig sich verbessernden Kopieisten auf die "Schliche" zu kommen. So habe auch ich schon das ein oder andere Mal mein Lehrgeld zahlen müssen, jedoch auch jedes Mal dazugelernt. Auch meiner Kundschaft musste ich schon des Öfteren vor Augen führen, dass die in der Türkei gekaufte Goldkette bestenfalls zur Befestigung einer Stalltür dienen kann.
Im Folgenden gebe ich Ihnen einen kleinen Überblick über bestimmte Merkmale, welche eine Fälschung von einem Orginal unterscheiden. Um einen Synergie-Effekt bzgl. der Erfahrungen mit Fälschungen zu erzeugen, bitte ich Sie mir eigene Bilder und Erfahrungen von Ihren Plagiaten zur Verfügung zu stellen, damit ich diese hier veröffentlichen kann.
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1. Gehäuse ist Grauguss mit einer bronze- / kupferfarbenen Lackierung - schon das leichte Gewicht ist mit einer echten Bronze Pendule nicht zu vergleichen. 2. da es sich um eine Aufzugsuhr handeln müsste, vermisst man bei genauerer Betrachtung die Möglichkeit diese am Ziffernblatt mittels eines Uhrenschlüssels aufziehen zu können. 3. die zur Herstellung des Ziffernblattes verarbeiteten Materialien sind minderwertig (es handelt sich um ein Kartonagen-Ziffernblatt - üblich jedoch waren Emaille-Ziffernblätter). 4. zur Anbringung des Uhrwerks im Gehäuse wurden hier Feingewindestangen verwandt, welche im 18. Jahrhundert unüblich waren. Eine fehlende Werknummer oder der fehlende Hinweis auf den Uhrmacher deuten nichts "Gutes". 5. der Deckel des Werkgehäuses gleicht dem einer Konservenbüchse und ist aus billigem Weißblech, statt wie üblich, aus einer gesägten Messingplatte.
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